Sarajewo

Das mit dem Muezzin stimmt in Sarajewo leider nicht mehr. Unüberhörbar krakeelt er beim Anbruch der Morgendämmerung zum ersten Gebet. Als hätten die Gläubigen heute keine Smartphones, die ihnen exakt alle Gebetszeiten anzeigen würden. Gefühlte 5 Minuten später ist der Spuk vorbei. Alle werden nochmal darauf hingewiesen, dass Allah größer ist, und dass außer ihm keinen weiterer Allah existiert, – der Ungläubige darf jetzt also weiter schlafen – aber nicht in Sarajewo! Jetzt setzt der nächste Rufer ein. Vielleicht sollte man den Gebetsrufern in Sarajewo moderne Uhren schenken. 

Sarajewo
Blick auf Sarajewo

Gibt es eigentlich noch andere Länder außer Spanien, Serbien und Griechenland, aus denen der Islam – nachdem er Fuß gefasst hatte – wieder restlos zurückgedrängt wurde? Ok Amerika kommt noch dazu, das – wie wir dank dem Führer der Türken Erdogan wissen -, ja von Muselmanen entdeckt wurde.  

Prinz von Ferdinand der österreichische Thronfolger wurde in Sarajewo erschossen. Er fuhr mit offenem Wagen an der Promenade entlang, als eine Bombe explodierte. Trotz dieses Attentatsversuchs fuhr er mit Gemahlin zum Rathaus um dort die Begrüßung entgegenzunehmen. Er hielt eine kurze Rede und fuhr den gleichen Weg zurück. An einer Ecke musste der Wagen langsamer fahren, weil er abbiegen musste. Diesen Moment nütze der Attentäter aus und schoss mit 3 Schüssen auf den Prinzen und seine Frau. Es war der 28. Juni 1914. Die Welt schlitterte in den Krieg. Die Straße an der Franz Ferdinand und seine Frau starben trug lange Jahre den Namen des Attentäters: Gavrillo Princip.

Attentäter Sarajewo
Die Attentäter. Heute würde man sie wahrscheinlich Aktivisten nennen.

Unter den 9 Verschwörern hatte einer einen islamischen Namen. Als Grund für das Attentat wurde genannt, dass die Österreicher Feinde der Serben seien und ohnehin Deutschland und Österreich das Sagen haben.

Gut, dass wir solche Zwistigkeiten in Deutschland hinter uns haben. Wir lieben alle. Und wenn es Attentate gibt, dann richten die sich heutzutage gegen das einfache Volk. Die Politiker können ruhig schlafen. Die Medien sorgen dafür, dass bei der Bundestagswahl, die Dame ohne Plan B auf weitere vier Jahre gewählt wird.

Baumeister aus dem All

Das haben sich die Außerirdischen clever ausgedacht, als sie vor ca. 20 000 Jahren beschlossen auf der Erde eine Pyramide zu bauen.  Die Urpyramide! Und sie überlegten sich, wo fällt so ne Pyramide, auch wenn sie höher werden sollte, wie die anderen Pyramiden, die lange danach gebaut werden sollten, nicht so recht auf? Die Wahl fiel auf ein Tal unweit von Sarajewo. Man kann sich das Lachen  der Aliens nicht laut genug vorstellen: „da kommen die Dödel von der Erde niemals drauf, da brauchen die bestimmt 24 000 Jahre. Ja, wir ziehen das Ding in Visoko hoch, das liegt nicht weit von Sarajewo!“

Die Aliens haben offensichtlich nicht mit Sam Osmanagish gerechnet, einem in Amerika zu Reichtum gelangten Bosnier, der die Pyramide bereits Ende letzten Jahrhunderts entdeckt hat. Genau genommen, sogar 3 Pyramiden: eine Sonnenpyramide, eine Mondpyramide und noch ne Drachenpyramide. Wieso die Aliens, wenn sie sich die Mühe machen, drei Pyramiden zu bauen, diese so in die Landschaft einbetten, dass man meinen könnte, dass es sich bei den Pyramiden auch um Bergformationen handeln könnte, bleibt das Geheimnis der Intergalaktischen. Ein weiteres Geheimnis, jedenfalls für das lineare noch nicht kosmische Denken, besteht darin, dass wenn die Pyramiden so spät als solche erkannt worden sind, weshalb die Ägypter und die Indianer Mittelamerikas, Pyramiden gebaut haben. Sie hatten doch gar kein Vorbild! Aber das sind naive Fragen angesichts der kosmischen Energien, die sich im Umfeld der Pyramiden anscheinend messen lassen.

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Esoteriker glauben, dass die Gesteinsplatten von Aliens oder Übermenschen der Vorzeit bearbeitet wurden.

Der Aufstieg ist – wenn man nicht bis zur Pyramiden-Lodge mit dem Auto fährt – sehr beschwerlich. Ich lief mitten durch den Wald steil hoch. Ein Pfad, war nicht richtig zu erkennen. Die Natur scheint von den feinen energetischen Schwingungen, die die Pyramide permanent ins All sendet unberührt. Jedenfalls konnte ich keine Abnormalien im Bewuchs feststellen. Bis auf ein Eichhörnchen fand sich auch kein Vertreter der Tierwelt, welcher besonders beschwingt durch den Wald hüpfte. Esoteriker etwa die berühmte Heilergruppe aus Karlsruhe waren nicht zu entdecken. Auf dem Gipfel der Pyramide angekommen, warteten ein paar Fliegen und eine sehr schöne Aussicht.

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Diese Aussicht hatten auch schon die Aliens.

Der Energiestrahl, der aus dem Inneren der Pyramide ins Weltall erstrahlt, wird bestimmt bald Frieden und Vegan-Food für alle erzeugen. Ein erstes Restaurant für Veganer findet sich schon jetzt beim  Parkplatz am Fuße der Sonnenpyramide.

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Genau hier haut es den Energiestrahl in den Kosmos hinaus.

Von Ungarn nach Bosnien

Südlich vom Balaton. Lange Straßendörfer dazwischen viel Wald und Felder. In den Dörfern wirkt nur jedes fünfte Haus bewohnt. Viele wirkt vernachlässigt und runtergekommen. Die Straßen sind schmal und notdürftig geflickt.

Über die Save geht es nach Bosnien. Stacheldraht und relativ strenge Kontrolle. Auf kroatischer Seite sind die Straßen besser auch die Dörfer wirken etwas lebendiger. Zur Grenze nach Bosnien sieht man an vielen Häusern die Einschusslöcher. So lange Zeit nach dem Krieg sind sie noch nicht verputzt.  Nach ca. 2 Stunden Grenzübergang nach Bosnien. In der Gegenrichtung eine lange Schlange vor der Grenzkontrolle.

Viel Autoverkehr in Bosnien. Es fängt an zu regnen. Der Himmel war schon seit der Abfahrt vom Balaton bedeckt. Jetzt schüttet es. Durch Banja Lanka hindurch und an einem Fluss liegt mein Hotel. Das Mädchen an der Rezeption ist freundlich. Ich habe ein riesiges Appartement. Zum Abendessen zu Fuß ca. 1,5 km in ein kleines Restaurant durch den Regen.

Gleich nach der Grenze sah ich das erste Minarett. Die Schilder sind teilweise kyrillisch, teilweise in lateinischen Buchstaben. Man weiß es, aber dennoch ist deutlich, wie die europäischen, russischen und osmanischen Großräume hier Wurzeln geschlagen haben. Der Vorposten, die kulturellen Absonderungen, vielleicht auch der geographischen Räume. Denn teilweise wirkt die Vegetation und das Landschaftsbild mitteleuropäisch, dann wieder russisch, durch die wenig kleinteilige Landschaft und hier in Bosnien, durch die engen Täler mit den wilden Flüssen ein Vorbeginn des kargen, rauen, Anatoliens.

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Landschaft in Bosnien

Fast hätte ich es überhört. Der Ruf zum Abendgebet war kaum zu hören, obwohl ich direkt an der Moschee vorbei zum Hotel zurückging. Während weiter im Osten der Ruf fordernd über Berge, Straßenschluchten und Ebenen schallt, oft in den Städten sich überbietend und überschlagend aus den vielen Minaretten, wird hier auf Zimmerlautstärke gedimmt. Ich sah keine Beter zur Moschee eilen. Ich ging zum Eingang. Dort lagen 4 Paar Schuhe. Nach dem ich meine ausgezogen hatte, war es tatsächlich 4 Männer, die das Abendgebet verrichteten. Keine Turnschuhteenager, wie ich sie noch von der großen Moschee in Ankara in Erinnerung habe. Kein 14jähriger, der atemlos herbeistürzt, wie in Konya, damit er das Gebet nicht versäumt.

Männer im gesetzten Alter Das Gebet im ruhigen Ernst gesprochen. Das Licht im Vorraum, wo man die Schuhe abstreift, reagierte auf Lichtschranke. Im Innenraum war es warm und gemütlich.

Regen am Traunsee

Schlosshotel Orth? Nie gehört? War aber eine Serie mit 144 Folgen. Die Kulisse ist wirklich beindruckend. Der Innenhof des Schlosses Ort ist mit einem Segel überdacht und bildet ein Dreieck. Weiße Wände machen das Ganze leicht und licht, so wie es sich für die heile Welt einer von ZDF und ORF verfilmten Familiensoap gehört.

Ich war mit dem Radl unterwegs. Ein e-bike wie es jetzt heißt und damit radelt man wirklich relativ entspannt den See entlang. Mitunter zogen Wolken auf, aber die Sonne ließ nie lang auf sich warten. Am Ende des Traunsees angekommen, war ich daher noch lange nicht gefordert.  Also hinauf auf den Berg. Ich wollte zum Offensee. Man kann einmal die Straße entlang, aber weil ich die nicht gefunden habe, ging es immer bergauf auf einem mit Schotter gepflegten Waldweg. Aber – es ist immer das gleiche in den Alpen – es geht stundenlang bergauf! Zwischendurch hab ich das Bike geschoben. Leicht entnervt kam ich dann auf ner Hochebene an. Endlich wieder entspanntes Gleiten unterstützt von meinem Power-Accu? Pustekuchen! Die Strecke war für Mountainbikes gedacht und mit meinem Citybike, war es absolut unmöglich, auf dem schmalen steilen Pfad  heil den Berg runter zu kommen. Also schob ich das Ding den Geröllpfad hinunter. An zwei Stellen, blieb ich lange stehen, da ich nicht wusste, wie ich mich und mein Radl heil den Steg hinabringen sollte. Wenigstens war mir das Wetter hold. Wenn es angefangen hätte zu regnen, wäre ich wahrscheinlich verzweifelt. Zurück ging auch nicht, ich hätte das schwere e-bike nie wieder den Pfad hochgebracht.

Aber die Senke erreicht! Auf einem geraden breiten Forstweg ging es jetzt wirklich zum Offensee. Der liegt wirklich fantastisch zwischen den Bergen und es gibt auch eine Jausenstation. Nach einem Stück Kuchen und ner Cola noch ein Bad in dem warmen und grünlich schimmernden Wasser. Umgezogen und jetzt drohte das Ungemach, das sich den ganzen Vormittag schon andeutete. Die Wolken schoben sich mit einem Mal zusammen. Ich aufs Rad und nach wenigen Metern fing es an zu tropfen. Aus den Tropfen wurde Regen und aus dem Regen eine Sintflut, die mich die ca. 45 km bis zu meinem Hotel in Gmunden begleitete. Dort angekommen zeigte sich wieder die Sonne. Aber ich war schon bis auf die Unterhosen durchgeweicht.

Ohne e-bike hätte ich das Ganze nicht geschafft. Obwohl die Rückfahrt eine Dauerdusche war, hat es trotzdem Spass gemacht.

Gut das ich keine Kamera dabei hatte, die hätte den Dauerregen nicht überlebt. Also keine Bilder vom Offensee – dafür der Traunsee mit dem Schlosshotel Ort.

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Handschlag der Kulturen

„Ein muslimischer Polizist in Rheinland-Pfalz hat aus religiösen Gründen den Handschlag einer Kollegin verweigert. Wie die Koblenzer „Rhein-Zeitung“ berichtete, wollte ihm die Frau auf einer Feier Ende Mai in der Polizeiinspektion Montabaur zu seiner Beförderung gratulieren, was er jedoch ablehnte. „Der Polizist hat sein Verhalten mit seiner religiösen Überzeugung begründet“, bestätigte Steffen Wehner, Pressesprecher des Innenministeriums, am Freitag den Bericht. Der Mann sei in den Innendienst versetzt worden.“ (Welt Online 21/07/17)

Der Beamte, der sich weigerte mehrere Polizistinnen bei einer Feier die Hand zu reichen, gehört zur islamischen Sekte der Ahmaddiyya, die in Britisch-Indien entstanden ist und die sich inzwischen immer mehr in Deutschland etabliert.

Auf der offiziellen Webseite der Ahmaddiyas finden sich folgende Sätze:  Unterschiede machten sich bereits in der Begrüßung bemerkbar. Männer geben sich die Hand, aber einer fremden Frau geben wir keinesfalls die Hand“, erläuterte Hiyad Ode, Mitglied der muslimischen Gemeinde. „Der Körperkontakt zu Frauen sei strengstens untersagt, vor allem um weder Männer noch Frauen gedanklich in Versuchung zu führen.“ Gedankliche Versuchung durch einen Händedruck! Menschen, die so etwas als gegeben hinnehmen, gelten bei uns als voll integriert, dürfen die Beamtenlaufbahn einschlagen und keine GenderbeauftragtIn schlägt Alarm.

„Ähnliche Debatten führte der Vater mit der Schule auch im Hinblick auf den Schwimmunterricht. Nur im Ganzkörperanzug sollen seine Kinder nach der 5. Klasse noch zum Unterricht gehen dürfen, alles andere ist ihnen untersagt.“  Fünfte Klasse, da sind die Kinder 11 Jahre alt.

Das mit dem Handschlag ist eigentlich harmlos. Was passiert, wenn der Polizist in eine Wohnung muss, in der sich eine Frau in Not befindet, die aber keinen Ganzkörperanzug trägt? Klar, in Pakistan dürfte er so eine Wohnung niemals betreten (Ganzkörperanzug hin oder her). Aber hier bei uns? Wenn den armen Muslim-Polizisten ein nicht weltoffener Dienstvorgesetzter zwingt die Wohnung zu betreten, kommt er dann nicht ins Paradies? Wie kann er den Verlust der entgangenen Freuden mit den 72 Jungfrauen beamtenrechtlich geltend machen? Es wird höchste Zeit, dass die Innenminister und die Beamtenverbände attraktive Vergütungsmodelle präsentieren.

Der Beamte ist jetzt im Innendienst. Den Außendienst dürfen die Kollegen und Kolleginnen für ihn übernehmen, die noch der „christlichen Kultur“ angehören.