Grausames Deutschland

Am Dienstag wurden acht Afghanen in ihre Heimat geflogen. Welche Kosten dadurch entstanden sind wurde nicht bekannt. Es gab Proteste gegen diese „Sammelabschiebung“ am Düsseldorfer Flughafen. Zitat aus der FAZ vom 13.9.: „Nach Angaben des Innenministeriums wurden in diesem Jahr bislang 72 Personen nach Afghanistan abgeschoben. 847 Personen sei bis Juli eine Förderung zur freiwilligen Rückkehr gewährt worden. Zum 31. August lebten den Angaben zufolge 253.000 afghanische Staatsangehörige in Deutschland. Davon waren rund 15.000 ausreisepflichtig, von denen allerdings 10.000 eine Duldung besitzen.“

Im gleichen Artikel sagt De Maiziere: „Die Männer seien wegen erheblicher Straftaten verurteilt worden“.  Welche Straftaten es waren, erfahren wir nicht. Aber halten wir fest: Die Männer standen vor Gericht, wurden rechtskräftig verurteilt und entgehen nun einer Strafe.  Sie werden in ihrer Heimat von Deutschland schwärmen und wie sich Gäste hier benehmen dürfen. Afghanistan ist – wenn wir unseren Medien glauben – die Hölle! Versteckt in einem kleinen Artikel der FAZ von heute (S.15) erfahren wir aber:
Es braucht schon einen erfahrenen Kenner wie den früheren Bundeswehr Oberstabsarzt Reinhard Erös, der mit seiner Organisation „Kinderhilfe Afghanistan“ schon vor zwanzig Jahren Schulen, Waisenhäuser und medizinische Stützpunkte im Norden Pakistans und im Südosten Afghanistans (damit in den kritischsten Gebieten des Landes) aufgebaut hat und bis heute unterhält, um einen realistischen und nüchternen Blick auf die Verhältnisse zu werfen, die viele von hier aus bestens zu beurteilen können glauben. Im Interview mit der „Landshuter Zeitung“ sagte Erös, man könne „selbstverständlich“ nach Afghanistan abschieben, „weitgehend überallhin“, allerdings „abhängig von der ethischen Zugehörigkeit“ und nicht in Distrikte in denen sich der Islamische Staat festgesetzt hat. Pakistan (das seinerseits keinen einzigen pakistanischen „Schutzsuchenden“ der sich in Deutschland einquartiert hat, wieder zurücknimmt) schicke im Augenblick Hunderttausende Afghanen zurück, aus Deutschland seien in den vergangenen Jahren rund zweihundert Afghanen abgeschoben worden, ausschließlich Männer.“

 

Am Dienstag wurden acht Afghanen in ihre Heimat geflogen. Welche Kosten dadurch entstanden sind wurde nicht bekannt gegeben. Es gab Proteste gegen diese „Sammelabschiebung“ am Düsseldorfer Flughafen. Zitat aus der FAZ vom 13.9.: „Nach Angaben des Innenministeriums wurden in diesem Jahr bislang 72 Personen nach Afghanistan abgeschoben. 847 Personen sei bis Juli eine Förderung zur freiwilligen Rückkehr gewährt worden. Zum 31. August lebten den Angaben zufolge 253.000 afghanische Staatsangehörige in Deutschland. Davon waren rund 15.000 ausreisepflichtig, von denen allerdings 10.000 eine Duldung besitzen.“ Im gleichen Artikel sagt De Maiziere: Die Männer seien wegen erheblicher Straftaten verurteilt worden“.  Welche Straftaten es waren, erfahren wir nicht. Aber halten wir fest: Die Männer standen vor Gericht, wurden rechtskräftig verurteilt und entgehen nun ihrer Strafe.  Sie werden in ihrer Heimat von Deutschland schwärmen und wie sich Gäste hier benehmen dürfen. Aber, Afghanistan ist ja – unseren Medien zufolge – die Hölle! In einem kleinen Artikel der FAZ von heute (S.15) erfahren wir:

Es braucht schon einen erfahrenen Kenner wie den früheren Bundeswehr Oberstabsarzt Reinhard Erös, der mit seiner Organisation „Kinderhilfe Afghanistan“ schon vor zwanzig Jahren Schulen, Waisenhäuser und medizinische Stützpunkte im Norden Pakistans und im Südosten Afghanistans (damit in den kritischsten Gebieten des Landes) aufgebaut hat und bis heute unterhält, um einen realistischen und nüchternen Blick auf die Verhältnisse zu werfen, die viele von hier aus bestens zu beurteilen können glauben. Im Interview mit der „Landshuter Zeitung“ sagte Erös, man könne „selbstverständlich“ nach Afghanistan abschieben, „weitgehend überallhin“, allerdings „abhängig von der ethischen Zugehörigkeit“ und nicht in Distrikte in denen sich der Islamische Staat festgesetzt hat. Pakistan (das seinerseits keinen einzigen Schutzsuchenden aus Deutschland zurücknimmt) schicke im Augenblick Hunderttausende Afghanen zurück, aus Deutschland seien in den vergangenen Jahren rund zweihundert Afghanen abgeschoben worden, ausschließlich Männer.“

Am Dienstag wurden acht Afghanen in ihre Heimat geflogen. Welche Kosten dadurch entstanden sind wurde nicht bekannt gegeben. Es gab Proteste gegen diese „Sammelabschiebung“ am Düsseldorfer Flughafen. Zitat aus der FAZ vom 13.9.: „Nach Angaben des Innenministeriums wurden in diesem Jahr bislang 72 Personen nach Afghanistan abgeschoben. 847 Personen sei bis Juli eine Förderung zur freiwilligen Rückkehr gewährt worden. Zum 31. August lebten den Angaben zufolge 253.000 afghanische Staatsangehörige in Deutschland. Davon waren rund 15.000 ausreisepflichtig, von denen allerdings 10.000 eine Duldung besitzen.“ Im gleichen Artikel sagt De Maiziere: Die Männer seien wegen erheblicher Straftaten verurteilt worden“.  Welche Straftaten es waren, erfahren wir nicht. Aber halten wir fest: Die Männer standen vor Gericht, wurden rechtskräftig verurteilt und entgehen nun ihrer Strafe.  Sie werden in ihrer Heimat von Deutschland schwärmen und wie sich Gäste hier benehmen dürfen. Aber, Afghanistan ist ja – unseren Medien zufolge – die Hölle! In einem kleinen Artikel der FAZ von heute (S.15) erfahren wir:

Es braucht schon einen erfahrenen Kenner wie den früheren Bundeswehr Oberstabsarzt Reinhard Erös, der mit seiner Organisation „Kinderhilfe Afghanistan“ schon vor zwanzig Jahren Schulen, Waisenhäuser und medizinische Stützpunkte im Norden Pakistans und im Südosten Afghanistans (damit in den kritischsten Gebieten des Landes) aufgebaut hat und bis heute unterhält, um einen realistischen und nüchternen Blick auf die Verhältnisse zu werfen, die viele von hier aus bestens zu beurteilen können glauben. Im Interview mit der „Landshuter Zeitung“ sagte Erös, man könne „selbstverständlich“ nach Afghanistan abschieben, „weitgehend überallhin“, allerdings „abhängig von der ethischen Zugehörigkeit“ und nicht in Distrikte in denen sich der Islamische Staat festgesetzt hat. Pakistan (das seinerseits keinen einzigen Schutzsuchenden aus Deutschland zurücknimmt) schicke im Augenblick Hunderttausende Afghanen zurück, aus Deutschland seien in den vergangenen Jahren rund zweihundert Afghanen abgeschoben worden, ausschließlich Männer.“

Zurück in der Heimat

Karlsruhe
Die Ferienzeit ist zu Ende. Man freut sich auf die Heimat: Sicherheit, Geborgenheit, ein vertrautes kulturelles und soziales Umfeld. Leider gibt es immer wieder bösartige Journalisten, die angesichts der freundlichen Einladung unserer Kanzlerin an die Jugend dieser Welt, sich in unserer Heimat nieder- und versorgen zu lassen, nur Schmutz aufwühlen wollen! Aber lest selbst:

Seit einigen Wochen laufen personalintensive Maßnahmen der Polizei gegen die entstehende offene Drogenszene in der Innenstadt. Ende Juli hat die Polizei noch einmal die Drehzahl deutlich erhöht. Jeden Abend machen sich bis zu zwei Dutzend Polizisten auf den Weg, um die Drogenszene in Schach und in Bewegung zu halten. Die personellen Ressourcen der Karlsruher Polizei sind erschöpft. Karlsruhes Polizeipräsident Günther Freisleben beklagt dies immer wieder. Ein Großteil dieser Aktion trägt deshalb das Präsidium Bruchsal, hinzu kommen die Karlsruher Reviere und der Einsatzzug.
Seit einem Jahr haben Polizei und Staatsanwaltschaft die bedenklichen Entwicklungen im Blick, auf die Innenstadtbewohner und Geschäftsleute hinweisen. Der unverfrorene offene Handel mit Drogen wie Marihuana und Hasch beispielsweise rund um Schulen und dem KIT hat Schnittmengen mit der Flüchtlingskrise: Der Handel vor Ort wird in Karlsruhe inzwischen fast ausschließlich von jungen Asylbewerbern aus Gambia getragen, so die Erkenntnisse von Polizei und Staatsanwaltschaft. Übrigens im Unterschied zu Mannheim: Dort sind es hauptsächlich Nordafrikaner, die das Geschäft betreiben. Doch offenbar wird in der Fächerstadt um die Vorherrschaft gestritten, dies belegen jüngste Festnahmen und Sicherstellungen…
Die Erfahrung der Karlsruher Polizei: Wird ein Gambier verhaftet, so steht am nächsten Tag ein anderer junger Mann mit dem gleichen Hintergrund an der gleichen Stelle.
Für Frust nicht nur bei Polizeibeamten sorgt die Erkenntnis, dass die Folgen für dieses Klientel relativ überschaubar sind. Zwar gibt es inzwischen mehr Verhaftungen und Verurteilungen, aber wirklich schwerwiegende Konsequenzen wie forcierte Abschiebungen angesichts dieses Missbrauchs des Asylrechts gibt es kaum, was jüngst auch Landesinnenminister Thomas Strobl empörte (ähhh, ist nicht exakt der feiste Strobl für Abschiebungen zuständig?)
Selbst straffällig gewordene Gambier sind kaum abzuschieben. Das autoritär regierte afrikanische Land kooperiert nicht mit Deutschland, was die Ausstellung von Ausweispapieren angeht. (BNN 2.9.17 S.23)

Diese jungen Männer aus Gambia nutzen einfach die Chancen, die ihnen unser Land bietet! Sie verdienen sich zu ihrer unentgeltlichen Unterkunft, Essensversorgung, medizinischer Betreuung, den 400 €, die man sich zum Monatsersten vom Sparkassenkonto abholen kann, weil man sich ja um Asyl bewirbt, einfach noch ein kleines Zubrot. Und auch das ist nicht leicht verdient! Da ist ja die Konkurrenz aus Nordafrika, die sich in Mannheim zusätzlich zu dem vom Steuerzahler bereitgestellten o.g. Leistungen ebenfalls ein Zubrot verdienen möchte! Kein Wunder wächst die Unzufriedenheit bei unseren Gästen, wenn sie sich dann noch für dieses Engagement vor einem Gericht rechtfertigen sollen!
So berichtet die BNN in derselben Ausgabe auf Seite 9:

Mit baulichen Veränderungen und mehr Personal will das baden-württembergische Justizministerium der Gewalt an den Gerichten im Südwesten einen Riegel vorschieben. „Wir verzeichnen einen steigenden Trend bei Gewalttätigkeiten über alle Gerichte hinweg“, sagte Justizminister Guido Wolf (CDU)…
Wolf bezifferte die sogenannten sicherheitsrelevanten Vorfälle im Jahr 2015 auf 186. Im Jahr 2016 waren es schon 221. Im ersten Halbjahr 2017 seien bereits 134 Taten gezählt worden – von Beleidigungen, Bedrohungen über das Mitführen von gefährlichen Gegenständen bis hin zu körperlichen Angriffen. Es sei ein Spiegel zunehmender Respektlosigkeit gegenüber der Staatsgewalt, die auch Polizisten merken. Hinzu kämen schwierige Gruppen wie Reichsbürger oder Rockerbanden, die bei Gerichten für Unruhe sorgen.“
Das mit den Reichsbürgern und Rockern gibt es wahrscheinlich schon längere Zeit. Die Entwicklung an unseren Gerichten beruht – so der Artikel – ausdrücklich nicht auf diese beiden Gruppen. Wahrscheinlich gibt es einfach keine Erklärung woher der Trend zu Gewalttätigkeiten kommt. Vielleicht einfach ne Welle, die mal auf- dann aber wieder abfällt?
Vielleicht aber auch nicht. Gibt es überhaupt keine Erklärung? Es bleibt nur auf Rolf Peter Sieferle zurückzugreifen, wenngleich nach seinem Freitod in goebbelscher Manier auf ihn eingeprügelt wurde. Er schreibt in seinem Buch: „Das Migrationsproblem“ auf Seite 112:

 

Was geschieht nun, wenn Menschen aus Tribalgesellschaften (Anmerk: Tribal – Stamm) in großen Massen in die rechts- und sozialstaatlich geprägten Räume einwandern? Diese Menschen leben im mentalen Horizont ihrer Tribalgesellschaften, und diesen verlassen sie mit ihrer Wanderung keineswegs. Das Konzept des Rechtsstaats, wie es die Europäer in einer mühevollen, sich über Jahrhunderte hinziehenden Geschichte entwickelt und verinnerlicht haben, ist ihnen fremd. Die Einwanderer werden versuchen, ihre tribalgesellschaftlichen Gewohnheiten auch in den rechtsstaatlichen Gesellschaften auszuleben, und hierbei ist mit einer Reihe von Konflikten zu rechnen.
Ein Grundmuster der Tribalgesellschaft besteht darin, dass man dem „Staat“, also der übertribalen dynastisch-imperialen Herrschaft fundamental misstraut. Wenn Konflikte zwischen Mitgliedern von Tribalgesellschaften auftreten, neigen diese nicht dazu, sich an den „Staat“, also an die Gerichte zu wenden, sondern sie versuchen, diese Konflikte auf bewährte Art mit Mediatoren, aber auch durch Appell an Verbündete innerhalb der eigenen Klientelverbände zu lösen. Dann stehen tribale Gruppen gegen tribale Gruppen, die verhandeln mögen, die aber auch zur Fehde greifen, wenn die Verhandlungen gescheitert sind.
Der „Staat“, der sich dann vielleicht einmischt, wird keineswegs als übergeordnete rechtsvollziehende Instanz angesehen, sondern als Partei unter Parteien. Der Polizei weicht man, weil sie besser bewaffnet oder in der Überzahl ist, nicht aber, weil man sie als Vertretung des staatlichen Gewaltmonopols wahrnimmt. Ein staatliches Gewaltmonopol gibt es im tribalgesellschaftlichen Kontext nicht. Die Gewalt der einen Partei ist nicht legitimer als die der anderen…
So kann man (in der heutigen Anfangsphase der Auflösung des Rechtsstaates) beobachten, dass dieser seine feinsinnigen, auf eine hochgradig integrierte und befriedete Gesellschaft eingestellten Regeln auch auf Situationen anwendet, die nahe dem Bürgerkrieg liegen. So gibt es bei Gesetzesverstößen das Institut der Bewährungsstrafe, das von der Annahme ausgeht, die Regelverletzung sein ein reversibler Irrweg, und man dürfe dem Verletzer nicht den „Rückweg“ in die normale soziale Existenz verbauen. Wenn man diese Bewährungsstrafe auf einen Delinquenten aus einer Tribalgesellschaft anwendet, wird er dies als Freispruch und damit als Ausdruck von Schwäche interpretieren. Er muss sich nicht „bewähren“, denn seine „Integration“ in die eigene Gesellschaft hat er nie verloren. Die deutsche rechtsstaatliche geprägte Gesellschaft ist für ihn dagegen bloßes Beutegebiet, auf das er umso entschlossener zugreifen wird, je schwächer der Widerstand ist.

Ioannina

Ioannina
Blick auf Stadt und See – Ioannina

Nettes Städtchen an einem See gelegen. War 500 Jahre osmanisch. Etwas mehr als hunderttausend Einwohner. Die Straßen und Plätze am See sind abends überfüllt. Überall wird gegessen, getrunken, geschaut, flaniert, jemandem zugerufen und nachbestellt. Man kann wirklich nicht den Eindruck bekommen, dass die Menschen, die ausgelassen den Montag Abend verbringen notleidend sind. Natürlich – die Gässchen und die Lage am See laden zum Flanieren ein, dennoch welcher Gegensatz zu einem Montag Abend in Karlsruhe.

Unweit von hier liegt Dodona – neben Delphi das älteste Orakel der antiken Welt. Hoch in den Bergen lag es weit entfernt von den antiken Städten am Meer. Genügend Zeit, sich auf der Hinreise und auf dem Rückweg Gedanken über die Zukunft zu machen, und den Orakelspruch zu deuten. Verehrt wurde Gottvater Zeus in einer alten Eiche.

Herodot – der erste Historiker –  erzählt, dass aus Theben zwei schwarze Tauben entflogen seien, von denen eine in die Oase Siwa flog und ein Orakel des Zeus gestiftet habe, während die andere bis Dodona gekommen sei. An beiden Orten gab Zeus den Sterblichen fortan Ratschläge. In Dodona habe sich die schwarze Taube auf einer Eiche niedergelassen und die Bewohner mit menschlicher Stimme angewiesen, hier ein Zeusorakel zu errichten.

Um den Baum herum wurden Bronzekessel angebracht. Die Priester schlugen darauf. Aus den Klängen und aus den Rauschen der Blätter wurde das Orakel interpretiert. Später kamen noch mehrere kleine Tempel hinzu und ein nicht ganz kleines gut erhaltenes Theater.

Eiche Dodona
Leider nicht mehr die alte Eiche der Griechen.

Das Orakel war 1000  Jahre in Betrieb. Dann kam das Christentum. Kaiser Theodosius Iieß die arme Eiche im Jahre 391 fällen. Und Tauben sind auch keine Boten der Götter mehr.

Menidi

Liegt im Osten des ambrakischen Golfs. Ein kleiner Ort und es verschlägt einen nicht unbedingt hierher, aber Griechenland im August, da ist es schwer, eine Unterkunft zu finden. In Menidi sind es ausschließlich Griechen, die hier Urlaubstage verbringen. Insgesamt ist es angenehm. Ich habe Zeit zum Lesen und guck mich ein wenig in der Gegend um.

Auf Welt-Online habe ich von der Amokfahrt in Barcelona gelesen. Es gab dann schon eine Einordung des Geschehens: „wir lassen uns nicht beunruhigen, der IS liegt am Boden, die Anschläge in Europa sind seine letzten Zuckungen, Terrorismus war noch nie erfolgreich, wir grenzen Muslime nicht aus“.

Möglicherweise gibt es wie bei Grundschulzeugnissen, ein Satzkasten, mit dem man einfach ein schriftliches Zeugnis erstellen kann. Das ist praktisch und weshalb sollte es beim Journalismus anders sein? Ist schnell erledigt und nächste Woche bei frischen Toten und Verletzten werden die Sätze etwas umgestellt und es liest sich wie ein neu geschriebener Artikel. Wahrscheinlich gibt es solche Satzbaukästen auch für die Sonntagspredigt des Pfarrers. Macht ja Sinn. Neue Gedanken, lässt man nicht zu. Die Frage, weshalb fast ausschließlich Täter einer bestimmten Religion zu solchen Methoden greifen, stellt man nicht. Lieber die Decke über den Kopf ziehen.

Im Welt-Online- Artikel fehlte noch die erbauliche Mitteilung, dass es weiterhin mehr Verkehrstote zu beklagen gibt, als Opfer von Terroranschlägen. Das heißt, wie müssen mit dem Terror leben. „Jetzt sind sie nun mal hier“, um es mit der herzigen Art unserer Kanzlerin auf den Punkt zu bringen.

Türkei auf dem Balkan

Neben der albanischen Flagge, die man nicht sehr häufig sieht, ist mir hier und da die türkische Fahne aufgefallen. Gestern hing sie an einem großen Elektrizitätswerk, das wahrscheinlich den ganzen aufstrebenden Touriort Sarande mit Strom versorgt. Die Türkei tritt hier als Entwicklungshelfer auf. Unterstützt also  mit Geld und Know-how ihre Brüder im Glauben in Albanien. Warum nicht?

Elektrowerk
E-Werk in Südalbanien

In Sarajewo war ich in einem Dokumentationszentrum für die Gräueltaten während des Krieges. Das Ganze ist in einem Wohngebäude untergebracht, wo man an der Haustür klingen muss um Einlass zu finden. Nach Bezahlen, von 10 Bosnischen Mark, darf man in sehr engen, schwarzen Räumen, Bilder und Videoaufnahmen der Verbrechen ansehen. Ich fand das Ganze widerlich. Um es vorneweg zu sagen: Im diesem Krieg, der nach dem Tode Titos einsetzte – und dessen Bruchlinien im Wesentlichen entlang der Religionszugehörigkeit verliefen – halte ich die Bosnier für die Bevölkerungsgruppe, die am meisten Opfer wurde.

Dennoch in dieser Ausstellung, werden die Bosnier ausschließlich als Opfer dargestellt. Und zwar als unschuldige Opfer der serbischen Gräuel – den Anteil, den die Kroaten hatten (und die Montenegriner) blieb – soweit ich es sehen konnte – unerwähnt

Ich fand es zu einseitig. Was mich am meisten verdutzte, dass Erklärungen und Bildunterschriften in drei Sprachen gehalten sind: serbo-kroatisch, englisch und türkisch. Den Herrn am Eingang fragte ich, weshalb türkisch? Er: als man die Ausstellung geplant hatte, fand sich zufällig jemand, der türkisch konnte, und deshalb, sei es jetzt türkisch. Ich war etwas verdutzt. Ob das nicht auch mit Spenden der türkischen Regierung zu tun haben könnte? Das verneinte er nicht ganz. Und ob er in der Türkei eine ähnliche Ausstellung benennen könnte, in der an die Armenier und Christen gedacht wird ? Klar eine rhetorische Frage. Jeder weiß: undenkbar! Deshalb stört mich das auch: dass Mitten in Europa die Türkei gegen Christen hetzt, denn in einigen Bilderklärungen, wurde die Opfer pauschal als Müselman benannt, obwohl Opfer auch christliche Namen hatten. So passt es auch zur Konzeption, dass kein Wort darüber verloren wurde, wer diesen unsäglichen Krieg beendete.

Im Zuge der „Entfremdung“ zwischen Deutschland und der Türkei, erfährt man plötzlich ein paar Häppchen, die man bisher nicht lesen durfte: so stellte die Türkei über die Jahre hinweg „hundertausende“ diplomatischen Hilfspässe aus. Die Türken brauchen für die Einreise nach Europa ein Visum. Aber eben nicht mit einem Diplomaten-Pass. Das Visum kostet Geld. Gute Freunde der AKP und von Erdogan erhalten auf die Schnelle, den diplomatischen Hilfspass. Eine genaue Zahl der ausgegebenen Pässe sei – laut FAZ – nicht bekannt. Aber man überlegt sich neuerdings in Berlin, ob man diese Praxis auf den Prüfstand stellen will.

4,5 Milliarden Euro soll die Türkei zur Vorbereitung des EU-Beitritts zwischen 2014 und 2020 erhalten. Wieviel von dem Geld bereits geflossen ist, sei dahingestellt. Jedenfalls hatte ich in der Türkei Projekte mit den blauen EU-Sternen gesehen und mich gewundert. Jetzt weiß ich, woher das kommt. Und – die Türkei hat Geld übrig, um hier auf dem Balkan, als Spender aufzutreten. Geld übrig, um zu zeigen, wie effektiv und ökonomisch, wie menschenfreundlich und uneigennützig eine Regierung ist, die sich den Regeln und Geboten, eines Beduinen aus dem 6. Jahrhundert unterwirft. Europa gibt Geld – also im Wesentlichen der deutsche Steuerzahler – damit die Türkei Werbung für den Islam in Europa betreibt.

Burunti Albanien
Drüben ist schon Griechenland.

 

 

 

 

Saranda Albanien

Die Grenzen von der Republika Srbska nach Montenegro und von Montenegro nach Albanien werden scharf kontrolliert. Man ist das gar nicht mehr gewohnt. Was mich am meisten in Albanien überrascht? Die Dichte des Verkehrs. In den Städten steht man immer im Stau. Zwischendurch auch gerne auf der Landstraße. Hier im Süden ist es etwas besser – aber oben bei Tirana und Durres eine Katastrophe. Der Albaner bevorzugt deutsche Automodelle: Mercedes, BMW, Volkswagen, Audi. In dieser Reihenfolge. Das müssen nicht immer die neuesten Modelle sein – aber stark motorisiert möchte es der Albaner schon. Sieht man Peugeot oder Fiat, dann haben die meist italienische Kennzeichen. Wenn jetzt in Deutschland die Dieselfahrzeuge dämonisiert werden, freuen die Albaner sich bestimmt auf die Automobilzulieferungen aus Merkel-Land. Alles zum Spottpreis.

Das Land ist an der Küste eher flach. Zwischendurch muss man 2 hohe Gebirgszüge überqueren. Die Häuser, Straßen, sind in guten Zustand. Ich kann keinen Unterschied zu den anderen Balkan-Staaten erkennen. Zu Griechenland ist der Unterschied, dass man in all diesen Staaten keine illegalen Hinzugekommene aus Asien und Afrika sieht. Man fühlt sich nicht beobachtet und belauert, sondern ist einfach Europäer. Gebettelt wird wie in Bruchsal ausschließlich von einer ethnischen Minderheit. Am Strand gibt es keine Händler  die unentwegt Dinge anbieten, die man nicht haben will. Man wird einfach in Ruhe gelassen.

Albanien
Landschaft in Albanien

Albanien ist das einzig mir bekannte Land, indem sich eine Mehrheit der Bevölkerung – 57% – zum Islam bekennt, die Religion aber kaum in Erscheinung tritt. Man sieht fast keine Kopftücher, wenige Moscheen und man ist vollkommen unbelästigt vom Ruf des Muezzins. Etwa 30% sind Christen. Die Religionsausübung war in Zeiten der Volksrepublik untersagt. Die Muselmanen in Albanien bekennen sich wiederum nur zu 70% zur Sunna. Der Bektaschi-Orden hat in Albanien eAnhänger und es gibt noch Klöster. Das Weltzentrum der Bektaschi ist in Tirana. Kurzum eine echte spirituell-religiöse Strömung und kein religiöser Faschismus, wie er sich in Deutschland inzwischen zu Hause fühlt.

Sarajewo

Das mit dem Muezzin stimmt in Sarajewo leider nicht mehr. Unüberhörbar krakeelt er beim Anbruch der Morgendämmerung zum ersten Gebet. Als hätten die Gläubigen heute keine Smartphones, die ihnen exakt alle Gebetszeiten anzeigen würden. Gefühlte 5 Minuten später ist der Spuk vorbei. Alle werden nochmal darauf hingewiesen, dass Allah größer ist, und dass außer ihm keinen weiterer Allah existiert, – der Ungläubige darf jetzt also weiter schlafen – aber nicht in Sarajewo! Jetzt setzt der nächste Rufer ein. Vielleicht sollte man den Gebetsrufern in Sarajewo moderne Uhren schenken. 

Sarajewo
Blick auf Sarajewo

Gibt es eigentlich noch andere Länder außer Spanien, Serbien und Griechenland, aus denen der Islam – nachdem er Fuß gefasst hatte – wieder restlos zurückgedrängt wurde? Ok Amerika kommt noch dazu, das – wie wir dank dem Führer der Türken Erdogan wissen -, ja von Muselmanen entdeckt wurde.  

Prinz von Ferdinand der österreichische Thronfolger wurde in Sarajewo erschossen. Er fuhr mit offenem Wagen an der Promenade entlang, als eine Bombe explodierte. Trotz dieses Attentatsversuchs fuhr er mit Gemahlin zum Rathaus um dort die Begrüßung entgegenzunehmen. Er hielt eine kurze Rede und fuhr den gleichen Weg zurück. An einer Ecke musste der Wagen langsamer fahren, weil er abbiegen musste. Diesen Moment nütze der Attentäter aus und schoss mit 3 Schüssen auf den Prinzen und seine Frau. Es war der 28. Juni 1914. Die Welt schlitterte in den Krieg. Die Straße an der Franz Ferdinand und seine Frau starben trug lange Jahre den Namen des Attentäters: Gavrillo Princip.

Attentäter Sarajewo
Die Attentäter. Heute würde man sie wahrscheinlich Aktivisten nennen.

Unter den 9 Verschwörern hatte einer einen islamischen Namen. Als Grund für das Attentat wurde genannt, dass die Österreicher Feinde der Serben seien und ohnehin Deutschland und Österreich das Sagen haben.

Gut, dass wir solche Zwistigkeiten in Deutschland hinter uns haben. Wir lieben alle. Und wenn es Attentate gibt, dann richten die sich heutzutage gegen das einfache Volk. Die Politiker können ruhig schlafen. Die Medien sorgen dafür, dass bei der Bundestagswahl, die Dame ohne Plan B auf weitere vier Jahre gewählt wird.

Baumeister aus dem All

Das haben sich die Außerirdischen clever ausgedacht, als sie vor ca. 20 000 Jahren beschlossen auf der Erde eine Pyramide zu bauen.  Die Urpyramide! Und sie überlegten sich, wo fällt so ne Pyramide, auch wenn sie höher werden sollte, wie die anderen Pyramiden, die lange danach gebaut werden sollten, nicht so recht auf? Die Wahl fiel auf ein Tal unweit von Sarajewo. Man kann sich das Lachen  der Aliens nicht laut genug vorstellen: „da kommen die Dödel von der Erde niemals drauf, da brauchen die bestimmt 24 000 Jahre. Ja, wir ziehen das Ding in Visoko hoch, das liegt nicht weit von Sarajewo!“

Die Aliens haben offensichtlich nicht mit Sam Osmanagish gerechnet, einem in Amerika zu Reichtum gelangten Bosnier, der die Pyramide bereits Ende letzten Jahrhunderts entdeckt hat. Genau genommen, sogar 3 Pyramiden: eine Sonnenpyramide, eine Mondpyramide und noch ne Drachenpyramide. Wieso die Aliens, wenn sie sich die Mühe machen, drei Pyramiden zu bauen, diese so in die Landschaft einbetten, dass man meinen könnte, dass es sich bei den Pyramiden auch um Bergformationen handeln könnte, bleibt das Geheimnis der Intergalaktischen. Ein weiteres Geheimnis, jedenfalls für das lineare noch nicht kosmische Denken, besteht darin, dass wenn die Pyramiden so spät als solche erkannt worden sind, weshalb die Ägypter und die Indianer Mittelamerikas, Pyramiden gebaut haben. Sie hatten doch gar kein Vorbild! Aber das sind naive Fragen angesichts der kosmischen Energien, die sich im Umfeld der Pyramiden anscheinend messen lassen.

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Esoteriker glauben, dass die Gesteinsplatten von Aliens oder Übermenschen der Vorzeit bearbeitet wurden.

Der Aufstieg ist – wenn man nicht bis zur Pyramiden-Lodge mit dem Auto fährt – sehr beschwerlich. Ich lief mitten durch den Wald steil hoch. Ein Pfad, war nicht richtig zu erkennen. Die Natur scheint von den feinen energetischen Schwingungen, die die Pyramide permanent ins All sendet unberührt. Jedenfalls konnte ich keine Abnormalien im Bewuchs feststellen. Bis auf ein Eichhörnchen fand sich auch kein Vertreter der Tierwelt, welcher besonders beschwingt durch den Wald hüpfte. Esoteriker etwa die berühmte Heilergruppe aus Karlsruhe waren nicht zu entdecken. Auf dem Gipfel der Pyramide angekommen, warteten ein paar Fliegen und eine sehr schöne Aussicht.

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Diese Aussicht hatten auch schon die Aliens.

Der Energiestrahl, der aus dem Inneren der Pyramide ins Weltall erstrahlt, wird bestimmt bald Frieden und Vegan-Food für alle erzeugen. Ein erstes Restaurant für Veganer findet sich schon jetzt beim  Parkplatz am Fuße der Sonnenpyramide.

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Genau hier haut es den Energiestrahl in den Kosmos hinaus.

Von Ungarn nach Bosnien

Südlich vom Balaton. Lange Straßendörfer dazwischen viel Wald und Felder. In den Dörfern wirkt nur jedes fünfte Haus bewohnt. Viele wirkt vernachlässigt und runtergekommen. Die Straßen sind schmal und notdürftig geflickt.

Über die Save geht es nach Bosnien. Stacheldraht und relativ strenge Kontrolle. Auf kroatischer Seite sind die Straßen besser auch die Dörfer wirken etwas lebendiger. Zur Grenze nach Bosnien sieht man an vielen Häusern die Einschusslöcher. So lange Zeit nach dem Krieg sind sie noch nicht verputzt.  Nach ca. 2 Stunden Grenzübergang nach Bosnien. In der Gegenrichtung eine lange Schlange vor der Grenzkontrolle.

Viel Autoverkehr in Bosnien. Es fängt an zu regnen. Der Himmel war schon seit der Abfahrt vom Balaton bedeckt. Jetzt schüttet es. Durch Banja Lanka hindurch und an einem Fluss liegt mein Hotel. Das Mädchen an der Rezeption ist freundlich. Ich habe ein riesiges Appartement. Zum Abendessen zu Fuß ca. 1,5 km in ein kleines Restaurant durch den Regen.

Gleich nach der Grenze sah ich das erste Minarett. Die Schilder sind teilweise kyrillisch, teilweise in lateinischen Buchstaben. Man weiß es, aber dennoch ist deutlich, wie die europäischen, russischen und osmanischen Großräume hier Wurzeln geschlagen haben. Der Vorposten, die kulturellen Absonderungen, vielleicht auch der geographischen Räume. Denn teilweise wirkt die Vegetation und das Landschaftsbild mitteleuropäisch, dann wieder russisch, durch die wenig kleinteilige Landschaft und hier in Bosnien, durch die engen Täler mit den wilden Flüssen ein Vorbeginn des kargen, rauen, Anatoliens.

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Landschaft in Bosnien

Fast hätte ich es überhört. Der Ruf zum Abendgebet war kaum zu hören, obwohl ich direkt an der Moschee vorbei zum Hotel zurückging. Während weiter im Osten der Ruf fordernd über Berge, Straßenschluchten und Ebenen schallt, oft in den Städten sich überbietend und überschlagend aus den vielen Minaretten, wird hier auf Zimmerlautstärke gedimmt. Ich sah keine Beter zur Moschee eilen. Ich ging zum Eingang. Dort lagen 4 Paar Schuhe. Nach dem ich meine ausgezogen hatte, war es tatsächlich 4 Männer, die das Abendgebet verrichteten. Keine Turnschuhteenager, wie ich sie noch von der großen Moschee in Ankara in Erinnerung habe. Kein 14jähriger, der atemlos herbeistürzt, wie in Konya, damit er das Gebet nicht versäumt.

Männer im gesetzten Alter Das Gebet im ruhigen Ernst gesprochen. Das Licht im Vorraum, wo man die Schuhe abstreift, reagierte auf Lichtschranke. Im Innenraum war es warm und gemütlich.

Regen am Traunsee

Schlosshotel Orth? Nie gehört? War aber eine Serie mit 144 Folgen. Die Kulisse ist wirklich beindruckend. Der Innenhof des Schlosses Ort ist mit einem Segel überdacht und bildet ein Dreieck. Weiße Wände machen das Ganze leicht und licht, so wie es sich für die heile Welt einer von ZDF und ORF verfilmten Familiensoap gehört.

Ich war mit dem Radl unterwegs. Ein e-bike wie es jetzt heißt und damit radelt man wirklich relativ entspannt den See entlang. Mitunter zogen Wolken auf, aber die Sonne ließ nie lang auf sich warten. Am Ende des Traunsees angekommen, war ich daher noch lange nicht gefordert.  Also hinauf auf den Berg. Ich wollte zum Offensee. Man kann einmal die Straße entlang, aber weil ich die nicht gefunden habe, ging es immer bergauf auf einem mit Schotter gepflegten Waldweg. Aber – es ist immer das gleiche in den Alpen – es geht stundenlang bergauf! Zwischendurch hab ich das Bike geschoben. Leicht entnervt kam ich dann auf ner Hochebene an. Endlich wieder entspanntes Gleiten unterstützt von meinem Power-Accu? Pustekuchen! Die Strecke war für Mountainbikes gedacht und mit meinem Citybike, war es absolut unmöglich, auf dem schmalen steilen Pfad  heil den Berg runter zu kommen. Also schob ich das Ding den Geröllpfad hinunter. An zwei Stellen, blieb ich lange stehen, da ich nicht wusste, wie ich mich und mein Radl heil den Steg hinabringen sollte. Wenigstens war mir das Wetter hold. Wenn es angefangen hätte zu regnen, wäre ich wahrscheinlich verzweifelt. Zurück ging auch nicht, ich hätte das schwere e-bike nie wieder den Pfad hochgebracht.

Aber die Senke erreicht! Auf einem geraden breiten Forstweg ging es jetzt wirklich zum Offensee. Der liegt wirklich fantastisch zwischen den Bergen und es gibt auch eine Jausenstation. Nach einem Stück Kuchen und ner Cola noch ein Bad in dem warmen und grünlich schimmernden Wasser. Umgezogen und jetzt drohte das Ungemach, das sich den ganzen Vormittag schon andeutete. Die Wolken schoben sich mit einem Mal zusammen. Ich aufs Rad und nach wenigen Metern fing es an zu tropfen. Aus den Tropfen wurde Regen und aus dem Regen eine Sintflut, die mich die ca. 45 km bis zu meinem Hotel in Gmunden begleitete. Dort angekommen zeigte sich wieder die Sonne. Aber ich war schon bis auf die Unterhosen durchgeweicht.

Ohne e-bike hätte ich das Ganze nicht geschafft. Obwohl die Rückfahrt eine Dauerdusche war, hat es trotzdem Spass gemacht.

Gut das ich keine Kamera dabei hatte, die hätte den Dauerregen nicht überlebt. Also keine Bilder vom Offensee – dafür der Traunsee mit dem Schlosshotel Ort.

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Handschlag der Kulturen

„Ein muslimischer Polizist in Rheinland-Pfalz hat aus religiösen Gründen den Handschlag einer Kollegin verweigert. Wie die Koblenzer „Rhein-Zeitung“ berichtete, wollte ihm die Frau auf einer Feier Ende Mai in der Polizeiinspektion Montabaur zu seiner Beförderung gratulieren, was er jedoch ablehnte. „Der Polizist hat sein Verhalten mit seiner religiösen Überzeugung begründet“, bestätigte Steffen Wehner, Pressesprecher des Innenministeriums, am Freitag den Bericht. Der Mann sei in den Innendienst versetzt worden.“ (Welt Online 21/07/17)

Der Beamte, der sich weigerte mehrere Polizistinnen bei einer Feier die Hand zu reichen, gehört zur islamischen Sekte der Ahmaddiyya, die in Britisch-Indien entstanden ist und die sich inzwischen immer mehr in Deutschland etabliert.

Auf der offiziellen Webseite der Ahmaddiyas finden sich folgende Sätze:  Unterschiede machten sich bereits in der Begrüßung bemerkbar. Männer geben sich die Hand, aber einer fremden Frau geben wir keinesfalls die Hand“, erläuterte Hiyad Ode, Mitglied der muslimischen Gemeinde. „Der Körperkontakt zu Frauen sei strengstens untersagt, vor allem um weder Männer noch Frauen gedanklich in Versuchung zu führen.“ Gedankliche Versuchung durch einen Händedruck! Menschen, die so etwas als gegeben hinnehmen, gelten bei uns als voll integriert, dürfen die Beamtenlaufbahn einschlagen und keine GenderbeauftragtIn schlägt Alarm.

„Ähnliche Debatten führte der Vater mit der Schule auch im Hinblick auf den Schwimmunterricht. Nur im Ganzkörperanzug sollen seine Kinder nach der 5. Klasse noch zum Unterricht gehen dürfen, alles andere ist ihnen untersagt.“  Fünfte Klasse, da sind die Kinder 11 Jahre alt.

Das mit dem Handschlag ist eigentlich harmlos. Was passiert, wenn der Polizist in eine Wohnung muss, in der sich eine Frau in Not befindet, die aber keinen Ganzkörperanzug trägt? Klar, in Pakistan dürfte er so eine Wohnung niemals betreten (Ganzkörperanzug hin oder her). Aber hier bei uns? Wenn den armen Muslim-Polizisten ein nicht weltoffener Dienstvorgesetzter zwingt die Wohnung zu betreten, kommt er dann nicht ins Paradies? Wie kann er den Verlust der entgangenen Freuden mit den 72 Jungfrauen beamtenrechtlich geltend machen? Es wird höchste Zeit, dass die Innenminister und die Beamtenverbände attraktive Vergütungsmodelle präsentieren.

Der Beamte ist jetzt im Innendienst. Den Außendienst dürfen die Kollegen und Kolleginnen für ihn übernehmen, die noch der „christlichen Kultur“ angehören.