Handschlag verweigert

„Ein muslimischer Polizist in Rheinland-Pfalz hat aus religiösen Gründen den Handschlag einer Kollegin verweigert. Wie die Koblenzer „Rhein-Zeitung“ berichtete, wollte ihm die Frau auf einer Feier Ende Mai in der Polizeiinspektion Montabaur zu seiner Beförderung gratulieren, was er jedoch ablehnte. „Der Polizist hat sein Verhalten mit seiner religiösen Überzeugung begründet“, bestätigte Steffen Wehner, Pressesprecher des Innenministeriums, am Freitag den Bericht. Der Mann sei in den Innendienst versetzt worden.“ (Welt Online 21/07/17)

Der Beamte, der sich weigerte mehrere Polizistinnen bei einer Feier die Hand zu reichen, gehört zur islamischen Sekte der Ahmadiyya, die in Britisch-Indien entstanden ist.

Auf der  offiziellen Webseite der Ahmaddiyas finden sich folgende Sätze:  „Unterschiede machten sich bereits in der Begrüßung bemerkbar. „Männer geben sich die Hand, aber einer fremden Frau geben wir keinesfalls die Hand“, erläuterte Hiyad Ode, Mitglied der muslimischen Gemeinde. Der Körperkontakt zu Frauen sei strengstens untersagt, vor allem um weder Männer noch Frauen gedanklich in Versuchung zu führen.“
„In der Moschee wird eine strikte Geschlechtertrennung gehandhabt. So beten die Frauen im unteren, die Männer im oberen Gebetsraum. Händeschütteln gehört in der christlichen Kultur dazu (Irrtum, das ist so etwas wie ein zivilisatorischer Mindeststandard – Blogger) . „Wenn uns aber jemand die Hand hinstreckt, dann schlagen wir sie nicht aus, erklären aber, warum wir das nur ausnahmsweise machen“, erläuterte Shariq Iftikhar, der derzeit an einer islamischen Hochschule Theologie studiert.“ „Ich habe drei Kinder und meine Töchter fahren auf Klassenfahrten nicht mit“, erzählte Ode. Ohne Aufsicht lasse er seine Töchter nicht mit den pubertierenden Jungs alleine. Da habe auch das Versprechen des Lehrers, auf die Gebetszeiten und die Mädels zu achten, nicht geholfen.“ „Ähnliche Debatten führte der Vater mit der Schule auch im Hinblick auf den Schwimmunterricht. Nur im Ganzkörperanzug sollen seine Kinder nach der 5. Klasse noch zum Unterricht gehen dürfen, alles andere ist ihnen untersagt. Wie sich das Problem lösen lässt? Das weiß Ode noch nicht. Für ihn steht aber fest, dass er die Unschuld seiner Töchter vor den lüsternen Blicken der jungen Männer schützen muss, auch wenn sie dafür eine schlechte Note bekommen.“
Der Eintrag bezieht sich auf einen Tag der offenen Tür von 2014. Also hat sich der Polizeibeamte ganz im Sinne seiner Sekte verhalten. Der Innendienst ist somit das richtige. Den Außendienst dürfen die Kollegen und Kolleginnen übernehmen, die noch der „christlichen Kultur“ angehören.

Das mit dem Handschlag ist eigentlich harmlos. Was passiert, wenn der Polizist in eine Wohnung muss, in der sich eine Frau in Not befindet, die aber keinen Ganzkörperanzug trägt? Klar, in Pakistan dürfte er so eine Wohnung niemals betreten (Ganzkörperanzug hin oder her). Aber hier bei uns? Wenn den armen Ahmad-Polizisten  ein nicht weltoffener Dienstvorgesetzter zwingt die Wohnung zu betreten – kommt er dann nicht ins Paradies? Wie kann er den Verlust der entgangenen Freuden mit den 72 Jungfrauen – beamtenrechtlich geltend machen? Es wird höchste Zeit, dass  die Innenminister und die Beamtenverbände attraktive Vergütungsmodelle präsentieren.