Weil wir Sklaven waren

Aus einem Artikel in der Zeitung habe ich über einen Namensstreit erfahren.

Dazu habe ich den Leserbrief geschrieben:

In Ettlingen gibt es Streit um den Namen einer Straße. Die Ursache: die „Mohrenstraße“ habe ihren Namen in der Zeit des deutschen Kolonialismus erhalten. Der Name „Mohr“ geht auf „Maure“ zurück, die muslimischen Bewohner der nordafrikanischen Küste. In den ca. 30 Jahren deutscher Kolonialgeschichte in Afrika sehen die Mitglieder eines „Bündnisses gegen Rassismus und Neonazis“, eine Zeit in der Deutsche die Auffassung hatten: „minderwertige Rassen zu unterjochen und gegebenenfalls auszurotten.“ Und Reinhard Schrieber von den Grünen meint, „es seien ja während der Kolonialzeit in Sachen Sklaverei richtig schlimme Dinge geschehen.“

Das Gegenteil ist eher wahr. Die Sklaverei, die seit den arabischen Eroberungen (ab 700) in ganz Schwarzafrika verbreitet war, wurde von der deutschen Kolonialverwaltung (wie auch von den meisten anderen Kolonialmächten) rigoros bekämpft und abgeschafft (beginnend 1830). Damit verbunden war z.B. das Auftauchen bisher unbekannter Völkerschaften, die vor den unablässigen Sklavenjagden der herrschenden Stämme tief in den Urwald geflohen waren.

Dennoch bin ich gemeinsam mit dem „Bündnis gegen Rassismus und Neonazis“ der Meinung, dass es keine „Mohrenstraße“ mehr geben sollte, wie es etwa in Polen oder der Ukraine keine „Arierstraße“ geben dürfte. In den Jahren 1530 bis 1820 fielen die Mauren unentwegt in die europäischen Küstenländer ein um zu morden, zu brandschatzen, in allererster Linie aber, um Sklaven als Beute nach Nordafrika zu verschleppen. Das „weiße Gold“ war auf den Sklavenmärkten von Marokko, Algier, Tunis und Tripolis überaus begehrt. Die weißen Sklaven wurden gequält und mussten bis zur Erschöpfung arbeiten, die meisten starben unter der unablässigen Knute der schwarzen Aufseher. Weiße Sklavinnen verschwanden für immer in den Harems der Mauren. Die Forschung beziffert den Umfang der Versklavungen bis hinauf nach Island mit 1,25 Millionen Menschen (ohne die Hingemordeten bei den Überfällen). Die Lösegeldzahlungen, die an die „Barbareskenstaaten“ flossen summierten sich allein für die neu gegründeten Vereinigen Staaten bis zu einem Fünftel des gesamten Staatshaushaltes! Der Grund für die bestialischen Sklavenhetzen in Europa sowie auf US-Handelsschiffe war der immense Gewinn und die Übereinkunft der islamischen Rechtsschulen, dass Ungläubige als minderwertig und daher als natürliches Sklavenreservoir anzusehen sind. Daher sollte es keine Mohren/Maurenstraße geben. Weil wir Sklaven waren.

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