Think for yourself – die Verkündigung

Eine blonde Frau läuft mit ihrer kleinen blonden Tochter eine Büropassage entlang. Man sieht keine weiteren Passanten nur kurz einen jungen Anzugträger und dann einen Mann mit langem dunklem Gewand und einer auffällig großen schwarzen Tasche, der überhaupt nicht in die Gegend passt. Die Frau mit Tochter läuft ein Stück parallel zu dem Mann in unverkennbarer muslimischer Kleidung.  Auf die schwarze Tasche des Mannes wird gezoomt, dann wieder auf das Gesicht der Frau. In der Mimik der Frau spiegelt sich Furcht und Besorgnis. Als sie ihren Kopf wendet, sieht sie einen Mercedes aus dem drei Personen springen, die entschlossen von hinten auf den Mann zu rennen.

Dieser hat noch nichts gemerkt und läuft seelenruhig weiter. Die Frau bleibt stehen und zieht ihre Tochter zum Schutz eng an sich. Gleich haben die Verfolger – eine Hetzjagd? – den Mann eingeholt, als die Kamera auf einen Kollegen der drei Verfolger – erkennbar an einer roten Binde – schwenkt, der einem Mann zu Boden drückt. Es ist der Anzugträger. Die anderen haben diesen nun ebenfalls erreicht. Sie ziehen mehre Tüten von Koks aus seinem Anzug. Über Funk geben sie ihren Coup an die Polizeizentrale weiter.

Die blonde Frau hat atemlos den Zugriff verfolgt, als ihre Tochter sie an der Hand zieht und auf den Muslim deutet. Dieser hat inzwischen seine Tasche geöffnet und bereits ein Kinderfahrrad auseinandergebaut, das seine kleine Tochter strahlend entgegennimmt. Der kleine Sohn wird auf die Schulter des Mannes gesetzt, ein Umhang, der mutmaßlich die Mutter darstellt, ist nur von weitem zu sehen, es soll keine Fremdheit aufkommen, denn in der letzten Sequenz scheint die blonde Tochter zu sagen: „Guck mal, was für ein lieber Papa“! Die Familie aus dem Morgenland läuft glücklich in den Tag, als die Botschaft erscheint: „Think for yourself!“ Die Frau und mit ihr der Zuschauer bleiben beschämt zurück, denn man merkt, wie man die Klischees vom bösen fanatischen Islamisten tief in sich trägt!

Maren Ueland

Maren Ueland ist bzw. war eine norwegische Studentin. Sie ist mit einer Freundin nach Marokko gefahren um dort in den Atlas Bergen zu wandern. Unweit von Marrakesch haben sie am 18.12. im Zelt übernachtet. Am nächsten Morgen wurden sie tot aufgefunden.

„Auf die zwei Opfer sei eingestochen, ihre Kehlen seien durchgeschnitten worden“, erklärt der Leiter von Marokkos zentraler Ermittlungsbehörde. „Dann seien sie enthauptet worden.“

Die genaue Anzahl der Beteiligten ist im Moment noch unklar. Ein Video wurde ins Netz geladen, worauf zu sehen ist, wie einer jungen Frau der Kopf abgesäbelt wird. Die Männer, die sich ganz offen dieser Tat rühmen heißen: Rachid Afatti, Ouziad Younes and Ejjoud Abdessamad.

Mörder Maren

Maren Ueland hat das professionell gemachte Video „Think for yourself!“ der britischen Guppierung Dawah (Verkündigung) Film UK auf ihrer Facebook Seite geteilt. Offensichtlich konnte sie sich in der Botschaft dieses Films wiederfinden. Die Gesichter ihrer Mörder sehen dem netten Vater im Film zum Verwechseln ähnlich.

Würde man heute sagen, sie hat die Botschaft falsch verstanden: ein Mann kann sehr nett zu seinen Kindern sein, für andere aber puren Hass empfinden?

Hätte der Film einen SS Mann gezeigt – die Dame mit Kind wäre dann eine Jüdin oder eine Roma gewesen, – würde man dann von einer Verharmlosung des Nationalsozialismus sprechen?

Und wenn die Propagandaabteilung der Nazis diesen Film selbst produziert und weiterverbreitet hätte (über 1 Millionen Klicks auf Youtube https://www.youtube.com/watch?v=XPyPM25boh0) würde man sich dann fühlen, als hätte man in einen Abgrund menschlicher Bösartigkeit geblickt?

Die Nazimörder waren nette Familienväter, kultiviert und mit Manieren. Und sie waren Gläubige einer Ideologie, die Menschen anderer Rasse, als minderwertig ansah. Auch die Mörder von Maren begründen ihrer Tat mit heroischen Motiven. Man tausche nur Kalif = Führer, Al-Bagdadi = Adolf Hitler, Sache Gottes = deutsches Volk, und Muslime = Arier. Sie begründen ihre Tat mit folgenden Worten: „Wir sagen dem Kalifen der Muslime (Al-Bagdadi), dass du im Maghreb Soldaten hast, deren Zahl nur Gott kennt. Sie sind entschlossen, die Sache Gottes aufrechtzuerhalten und die Ehre der Muslime zu verteidigen.“

Würde Maren und ihre Freundin noch leben, wenn sie das Machwerk von „Dawah UK Films“ nie gesehen hätte?

 

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