Sind doch nicht alle gleich?

Anlässlich der Wahl eines neuen Präsidenten in Südafrika bringt die FAZ heute einen Artikel (S.5) über dessen Pläne das Land weißhäutiger Menschen ohne Entschädigung zu enteignen. Diese Pläne scheinen nichts mit Rassismus zu tun zu haben, jedenfalls schreibt die FAZ nichts davon, lediglich, dass die weißen Farmer nicht erfreut über diesen Schritt sind, und dass dieser Schritt der Wirtschaft Südafrikas insgesamt schaden könnte.
Ich kenne das Land nicht, und kann nichts darüber sagen, finde aber folgende Aussagen nicht beruhigend, was den Zuzug von Menschen aus Afrika nach Deutschland angeht: Die rund 35 000 überwiegend weißen kommerziellen Farmer versorgen rund 54 Millionen Südafrikaner mit Lebensmittel, beschäftigen mehr als 650 000 Angestellte und tragen vier Prozent zum Bruttoinlandsprodukt bei. Dabei bewirtschaften sie nur 72 Prozent der 37 Millionen Hektar landwirtschaftlich genutzten Landes, das sich in der Hand von Privatpersonen befindet. Das Großteil des Landes aber gehört Agrarkonzernen oder dem Staat. Schon jetzt hat dieser die Möglichkeit, weiße Farmer zu zwingen ihr Land zu verkaufen. Allerdings ist das Ergebnis entmutigend. 3,4 Millionen Hektar Land wurden seit 1994 aufgekauft und schwarzen Gemeinschaften übergeben – ein Großteil dessen verrottet heute. „Mindestens 90 Prozent des Landes, das auf diese Weise seinen Besitzer gewechselt hat, liegen heute brach“, schätzt Bennie von Zyl Geschäftsführender Direktor des Landwirtschaftsverbands Transvaal Agricultural Union of South Arfrica.

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