1. Jahrestag des Anschlags auf den Berliner Weihnachtsmarkt

Orban Wallace wollte einen Film über die „Flüchtlingskrise“ im Sommer 2015 machen. Er fuhr mit seiner Kamera dafür auf die Insel Lesbos. Dort war er nicht allein. Es waren bereits hunderte von Journalisten aus aller Welt vor Ort. Man sitzt gemütlich zu Mittag als die ersten Boote kommen. Die Meute rennt an den Strand um die  „Flüchtlinge“ zu filmen. Im Off-Kommentar berichtet er, dass in den Schlauchbooten ca. 50-60 Personen sitzen, die Boote aber für maximal 15 Personen gemacht seien. Die Bilder zeigen aber: Die Boote sind voll, aber nicht überfüllt. Die Fremden wirken vollkommen entspannt und winken freundlich in die Kamera. Dann beim Anlegen geht es ein bisschen hektisch zu. Wallace: „Viele weinten, aber was sie vorfanden war eine Wand aus Kameras.“
Man muss ttt (Titel, Thesen, Temperamente) zugutehalten, dass (Sendung vom 17.12.) zu später Stunde über „Another news Story„, so der Titel der Doku , berichtet wird. Wallace muss gespürt haben, dass etwas nicht stimmt. Vielleicht sogar, dass etwas vollkommen aus dem Ruder läuft. Denn er berichtet nicht mehr in erster Linie über die Welle von Menschen aus Asien, die über Griechenland hereinbricht und sich dann selbstbewusst den Weg nach Deutschland bahnt, sondern über deren mediale Begleitung.

Zum Beispiel:  Als ungarische Grenzpolizisten die Welle aufhalten sollen, schüttelt ein illegaler Immigrant, vorgeblich erregt einen kleinen Jungen und hält den Polizisten das weinende Kindergesicht entgegen. Sofort – so Wallace – filmen hunderte Kameras die Szene. Die Bilder gehen um die Welt. Die Journalisten verkaufen das menschliche Drama,  dass sie selbst unablässig befeuern – gierig nach Motiven, um den Strom der Einwanderer als arm und schützenswert darzustellen. Ein Journalist aus Spanien sagt zu Wallace: „Unsere Auftraggeber fordern von uns menschliche Storys, mehr davon, mehr davon, und dann hast du sie, und dann noch eine menschliche Geschichte und noch eine, wir fressen regelrecht menschliche Geschichten!“ Während er das sagt, sieht man hinter ihm einen Zug, der die Fremden nach Deutschland bringen soll. Passagiere – zwei junge Frauen mit Kopftuch – lachen im Abteil. Sie machen das Victory-Zeichen.
Sieg – so geht das. Die Journalisten kriegen Geld für ihre rührenden Bilder und die Eindringlinge helfen, diese zu produzieren. Es ist ein perverses Spiel. Denn die Journalisten wissen, dass das was sie berichten, so nicht stimmt – Bruno ein belgischer Journalist, erklärt z.B., dass die „Flüchtlinge“ beim Grenzübertritt nicht nach Wasser oder Essen fragen, sondern nach Strom für ihre Smartphones. Die Smartphones berichten unablässig was die Medien berichten, und produzieren ihrerseits wieder frische Bilder bis die Fremden am Ziel sind.
Der Zusammenhalt in Europa, der soziale Zusammenhalt in Deutschland, die Sicherheit deutscher Frauen, das Vertrauen in die Medien, das Parteiengefüge der BRD, Hilfe für echte Flüchtlinge, kurzum Wahrheit, Vernunft und Moral bleiben auf der Strecke, aber die Journalisten haben die richtigen Bilder im Kasten.
Hätte Deutschland einen Kanzler gehabt, der sich dem Wohl der Menschen verpflichtet fühlt, die ihn gewählt haben, dann wäre der Schaden begrenzbar gewesen. Aber wir haben eine Person, die sich willenlos den Medien verschrieben hat. Sie liebt die Medien und die Medien lieben sie. Vermutlich hält sie heute noch die mediale Vermittlung der „Flüchtlingskrise“ für die Wirklichkeit. Die Propaganda Kanzlerin (Fake News heißt das heute) als erstes und bestes Opfer der Propaganda. Aber sie muss nicht umlernen, die Folgen treffen andere.

 

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