Ein wenig Stolz

Mit ein bisschen Stolz hab ich es heute im Radio gehört. Unser Innenminister fordert jetzt einen weiteren Beauftragten. Bestimmt war er auf meiner Seite und hat sich gedacht: „der Opferbeauftragte kommt so gut an, da setz ich noch einen drauf: den Antisemitismusbeauftragten!“
De Maizieire ist ja beliebt, seit er seinen Wählern einfach die Wahrheit vorenthalten hat: „Ein Teil dieser Antwort würde die Bevölkerung verunsichern!“ Das war raffinierte politische Rhetorik. Inzwischen zeichnet sich ab, dass nicht nur er , sondern der gesamte Hofstaat unserer Rautenkönigin die Bevölkerung verunsichern. Das Parteiengefüge ist durcheinander. Eine Regierungsbildung nahezu unmöglich. Da kommt so ein Beauftragter zur rechten Zeit, zumal jede Menge geeignetes Personal zur Verfügung steht. Zum Beispiel Wolfgang Gideon. Er ist bereits in der AFD für Antisemitismus zuständig. Er schreibt Bücher in denen Semiten verantwortlich für das Böse in der Welt sind. Ein gestandener Mann! Allerdings ist er Deutscher und wir haben ja schon einen Pfälzer als Opferbeauftragten.

Wir wäre es mit einem Bruder von Frau Özuguz? Unschön, dass sie selbst stellvertretende Bundesvorsitzende der SPD ist und ihre Brüder ganz leer ausgehen. Aber sind die Brüder geeignet? Vertreten sie bereits eine gefestigte antisemitische Haltung? Ohne Zweifel! Bruder Yavuz schreibt auf der von den Brüdern Özuguz betriebenen Seite „Muslim Markt“ Sätze, die gut zu dem neuen Amt passen: „Kritisiert man die USA als übelste Ausgeburt des kapitalistisch-imperialistischen Westens, dann hat man von seinem Recht auf Meinungsfreiheit Gebrauch gemacht. Kritisiert man aber die USA und Israel zusammen als übelste Ausgeburt des kapitalistisch-imperialistischen Westens, dann wird man als Antisemit diffamiert.“ Oder:
Es ist geradezu grotesk, dass die Migranten (und nicht nur die) in folgenden Grundwert integriert werden sollen „Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden“ , um im gleichen Atemzug mit allen Mitteln einen Staat zu verteidigen, der genau diesen Grundwert mit Füßen tritt.“ Sehr schön auch: „Die Rechtfertigung für einen derart prozionistischen Rassismus ist stets die deutsche Geschichte.“ oder, „Die Verbrechen Israels werden jeden Tag größer. Das ist auch der Grund dafür, dass mit immer dreisteren Methoden versucht wird, jeden Israelkritiker in Deutschland mundtot zu machen.“
Also das passt schon! Aber weshalb nicht gleich Abu Bakr al Baghdadi den Anführer des IS das schöne neue Amt antragen? Der IS existiert nicht mehr und damit ist der Kalif als solcher im Moment freigesetzt. Vermutlich hat Abu Bakr bereits in Deutschland Asyl beantragt oder ist auf dem Weg nach Deutschland. Es wäre ein schönes Zeichen der Teilhabe und Versöhnung, wenn man ihm das neue Amt antragen würde. Jedoch Yavuz Özuguz mag nicht ganz einverstanden sein. Nicht nur weil er neidisch auf die Beamtenbezüge des neuen Amtes sein könnte, sondern weil er meint, dass der IS selbst im Grunde eine Kampftruppe der Juden ist, um die Anhänger des einzig wahren Glaubens zu bekämpfen. Der Satz: „Die Versuche des Zionismus den Marsch zu vernichten mittels IS …http://www.muslim-markt-forum.de/t1463f2-Der-zionistische-Rassismus-der-Westlichen-Welt-kann-ueberwunden-werden.html#msg4432 lässt sich leider nicht anders deuten. Ja, man glaubt es kaum, aber es ist ein häufiger gehörter Satz bei gläubigen Muslimen. Der IS ist in Wirklichkeit eine Erfindung der gottverdammten Juden! Politisch ist das ohne Sinn aber da der Islam vollkommen ist, kann es nicht sein, dass in seinem Namen schlechte Dinge passieren und schlimmer noch, dass der IS den Krieg verloren hat. Der Islamische Staat kann somit nicht islamisch sein. Für die Schiitien steckt hinter allem Bösen ohnehin der Jude, und weil der IS auch gerne Schiiten schlachtet MUSS Israel dahinter stecken. Und die Özugus-Brüder sind gläubige Schiiten.

Ich vermute, AFD-Gideon dürfte vor Neid über die Klarheit, Schroffheit und Unerbittlichkeit dieses islamischen Israelhasses erblassen. Aber er ist halt kein Linker, ja schlimmer noch Deutscher und hat leider keine Schwester in der Parteizentrale der SPD.
Von links bis rechts – vor allem Dank der Religion, die jetzt neu zu Deutschland gehört, -gibt es ausreichend Kandidatenmaterial für das neue Amt.
Sollte de Maizieire aber einen Beauftragten gegen Antisemitismus wollen, dann wird nicht nur die Kandidatensuche erheblich diffiziler sondern auch die Amtsbezeichnung länger. Dann sucht er einen Antiantisemitismusbeauftragten.

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