Das Jahr geht – der Opferbeauftragte kommt.

Wo es Opfer gibt, sollte der Beauftragte nicht weit sein. Für die Opfer des Anschlages vom 19. Dezember auf den Weihnachtsmarkt in Berlin, gab es den Beauftragten noch nicht. Endlich haben wir ihn und alle sind sich einig, dass wir ihn brauchen. Es wird neue Opfer geben, das bringt der Lauf der Zeit einfach mit sich. Auf einem Volksfest, beim Bummeln durch die Großstadt, beim Würstelstand, überall kann geopfert werden und da ist es gut zu wissen, dass es ihn gibt. Man wendet sich an ihn und die Dinge werden schnell und mit relativ übersichtlichen Formularen geregelt.
Das ist ein Fortschritt und man muss den jungen Männern, die uns in diesen Status heben, fast ein wenig dankbar sein.
Ob Björn Höcke ein Fall für den Opferbeauftragten ist, muss vielleicht noch geklärt werden. Höcke hat ja das Holocaustdenkmal vor seine Haustür hingestellt bekommen und er und seine Familie wurden über Monate von einer privaten Organisation beschnüffelt. Also schnell zum Opferbeauftragen? Anderseits hat Höcke nach Ansicht seiner Gegner Veranlassung gegeben, mit ihm solche hässlichen Dinge zu machen. Zum Beispiel hat er gesagt, wir brauchen eine andere Erinnerungskultur. So etwas geht natürlich gar nicht! Tabubruch muss streng geahndet werden. Also Höcke – selbst schuld! Aber gilt das nicht auch in gewissen Maß für die Besucher von Weihnachtsmärkten? Sie essen Schweinsbratwürste und trinken zum Teil erhebliche Mengen von berauschenden Getränken. Dadurch verunglimpfen die Besucher eine ehrwürdige Religion und deren Anhänger. Auf Grund ihres Religionsverständnisses und den heiligen Versen ihrer zentralen Bekenntnisschrift haben sie in gewisser Weise das Recht, sich durchzusetzen. Sonst wären sie wiederum Opfer und das kann man eigentlich mit den edlen Wüstensöhnen nicht machen.
Der Opferbeauftragte wird eine respektable Challenge auf der Karriereleiter werden.  Mit dem liebenswerten Pfälzer Kurt Beck als ersten Opferbeauftragten haben wir schon jetzt eine charismatische Führergestalt.
So geht beruhigt und ereignisfroh der Blick in das Neue Jahr. Unsere Regierung – eigentlich gar nicht richtig im Amt, – lässt uns nicht im Stich! Sobald der Opferstatus nach außen hin manifest geworden ist,  schickt sie uns den Opferbeauftragten.

Der US-Präsident kann von den Deutschen lernen wie harmonisch, junge islamische Migranten und eine alteingesessene etwas aus der Mode gekommene  autochthone Bevölkerung (bis auf Weiteres) gemeinsam existieren können!

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