Inside Islam

Im Jahr 2016 war Constantin Schreiber in Moscheen in Deutschland und hat dort den Freitagspredigten zugehört. Seine Erfahrungen hat er in einem Buch mit dem Titel „Inside Islam“ gesammelt. Es kostet einige Mühe diese Predigten zu lesen. Kaum vorstellbar, dass solche Predigten in christlichen Kirchen gehalten werden könnten. Das Leben in Deutschland wird überwiegend ausgeblendet oder negativ dargestellt. Die Themen sehr häufig politisch. In den Moscheen der türkischen Ditib, wird die Güllen Bewegung und der Putsch angesprochen. Es werden die Märtyrer beschworen. Das Einstehen für Volk und Vaterland wird glorifiziert. Mit Volk und Vaterland ist natürlich nicht Deutschland gemeint. Die arabischen Predigten wenden sich häufig gegen Assad und den Krieg.

Die Anschläge die in Deutschland im 2016 verübt wurden, sind in den 13 beschriebenen Predigten kein Thema. Aber Weihnachten und Neujahr werden als Gefahr für den Islam angesehen. Die Gläubigen sollen sich von dem Fest fernhalten. Freundschaften mit Ungläubigen werden als negativ bewertet. Dankbarkeit für die Aufnahme so vieler Flüchtlinge ist keinem der Vorbeter ein Hinweis wert. Vielmehr sollen sich die Zuhörer nicht von dem Geld und den Verlockungen des Westens verführen lassen.

Die Gebetsräume sind zum Zeitpunkt der Predigt: freitags um 13:30 Uhr immer überfüllt. Oft müssen die Zuhörer in den Gängen Platz finden. Die Besucher sind überwiegend junge Männer – häufig auch Schüler. Flüchtlinge – erkennbar an ihrem Arabisch – gehen ebenfalls zahlreich in die Moschee. In keiner der Moscheen wird auf Deutsch gepredigt. Constantin Schreiber sucht jeweils nach der Predigt das Gespräch mit dem Imam. In den meisten Fällen, wird ihm das verweigert. Die Begründungen wirken fadenscheinig. Wird ein Gespräch gewährt, reichte das Deutsch des Imam nur in einem Falle aus.

Das Fazit von Herrn Schreiber: die von ihm besuchten Predigten können höchstens in einem Fall als positiv für Integration angesehen werden. Ich bin mit dieser Wertung nicht ganz einverstanden aber es wurde darauf hingewiesen, dass Bildung für Anhänger Mohammeds ein hoher Stellenwert haben sollte.

In keiner Predigt wurde zum Kampf gegen die Aufnahmegesellschaft aufgerufen, aber in fast allen Fällen war eine starke Ablehnung gegenüber die Gesellschaftsordnung in unserer Heimat spürbar.

Eine Überwachung der Predigten durch staatliche Instanzen findet nicht statt. Die Zahl der Moscheen ist den Behörden unbekannt. Viele Versammlungsorte sind nach außen hin nicht erkennbar. Manche der angegebenen Adressen existieren nicht mehr. Andere Moscheen findet der Autor nur durch Tipps von Freunden.

Aus theologischer Sicht sind die Predigten nüchtern. Wenig Gleichnisse. Häufige Warnungen vor der Strafe Allahs. Sehr konkrete Aufforderungen Geld zu spenden. Wer Geld spendet – für die Moschee, für das Opferfest – erwirbt sich Lohn bei Allah. Der Platz im Paradies rückt nah. Ständige Hinweise, was erlaubt und verboten ist. Die Strafe für Verbotenes wird in einer Predigt so ausgemalt: Feuer das 1000 Jahre geschürt wird, bis es rotglühend ist, dann weitere 1000 Jahre, bis es weißglühend wird, dann weitere 1000 Jahre bis es ganz schwarz geworden ist, in diesem Feuer werden die Sünder und Leugner in der Hölle schmoren.

Einige Predigten begannen mit dem Satz: „Wen Allah in die Irre führt, der kann nicht rechtgeleitet werden und wer Recht geführt wird, der kann nicht irregehen“.

Für mich bezeichnet dieser Satz den Islam vor der Politisierung dieser Religion: „Kismet“ – alles liegt in der Hand und in der Voraussicht Allahs. Des Menschen Streben ist eitel, deshalb braucht er sich nicht zu sehr bemühen, letztlich entscheidet Allah allein über Hölle oder Paradies. Dieser Islam ist in den Hintergrund gerückt. Jetzt geht es darum die Welt im Sinne des Islam zu erobern und zu unterwerfen, mit der Begrünung: „Der Islam ist die Lösung!“

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