Menidi

Liegt im Osten des ambrakischen Golfs. Ein kleiner Ort und es verschlägt einen nicht unbedingt hierher, aber Griechenland im August, da ist es schwer, eine Unterkunft zu finden. In Menidi sind es ausschließlich Griechen, die hier Urlaubstage verbringen. Insgesamt ist es angenehm. Ich habe Zeit zum Lesen und guck mich ein wenig in der Gegend um.

Auf Welt-Online habe ich von der Amokfahrt in Barcelona gelesen. Es gab dann schon eine Einordung des Geschehens: „wir lassen uns nicht beunruhigen, der IS liegt am Boden, die Anschläge in Europa sind seine letzten Zuckungen, Terrorismus war noch nie erfolgreich, wir grenzen Muslime nicht aus“.

Möglicherweise gibt es wie bei Grundschulzeugnissen, ein Satzkasten, mit dem man einfach ein schriftliches Zeugnis erstellen kann. Das ist praktisch und weshalb sollte es beim Journalismus anders sein? Ist schnell erledigt und nächste Woche bei frischen Toten und Verletzten werden die Sätze etwas umgestellt und es liest sich wie ein neu geschriebener Artikel. Wahrscheinlich gibt es solche Satzbaukästen auch für die Sonntagspredigt des Pfarrers. Macht ja Sinn. Neue Gedanken, lässt man nicht zu. Die Frage, weshalb fast ausschließlich Täter einer bestimmten Religion zu solchen Methoden greifen, stellt man nicht. Lieber die Decke über den Kopf ziehen.

Im Welt-Online- Artikel fehlte noch die erbauliche Mitteilung, dass es weiterhin mehr Verkehrstote zu beklagen gibt, als Opfer von Terroranschlägen. Das heißt, wie müssen mit dem Terror leben. „Jetzt sind sie nun mal hier“, um es mit der herzigen Art unserer Kanzlerin auf den Punkt zu bringen.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s