Saranda Albanien

Die Grenzen von der Republika Srbska nach Montenegro und von Montenegro nach Albanien werden scharf kontrolliert. Man ist das gar nicht mehr gewohnt. Was mich am meisten in Albanien überrascht? Die Dichte des Verkehrs. In den Städten steht man immer im Stau. Zwischendurch auch gerne auf der Landstraße. Hier im Süden ist es etwas besser – aber oben bei Tirana und Durres eine Katastrophe. Der Albaner bevorzugt deutsche Automodelle: Mercedes, BMW, Volkswagen, Audi. In dieser Reihenfolge. Das müssen nicht immer die neuesten Modelle sein – aber stark motorisiert möchte es der Albaner schon. Sieht man Peugeot oder Fiat, dann haben die meist italienische Kennzeichen. Wenn jetzt in Deutschland die Dieselfahrzeuge dämonisiert werden, freuen die Albaner sich bestimmt auf die Automobilzulieferungen aus Merkel-Land. Alles zum Spottpreis.

Das Land ist an der Küste eher flach. Zwischendurch muss man 2 hohe Gebirgszüge überqueren. Die Häuser, Straßen, sind in guten Zustand. Ich kann keinen Unterschied zu den anderen Balkan-Staaten erkennen. Zu Griechenland ist der Unterschied, dass man in all diesen Staaten keine illegalen Hinzugekommene aus Asien und Afrika sieht. Man fühlt sich nicht beobachtet und belauert, sondern ist einfach Europäer. Gebettelt wird wie in Bruchsal ausschließlich von einer ethnischen Minderheit. Am Strand gibt es keine Händler  die unentwegt Dinge anbieten, die man nicht haben will. Man wird einfach in Ruhe gelassen.

Albanien
Landschaft in Albanien

Albanien ist das einzig mir bekannte Land, indem sich eine Mehrheit der Bevölkerung – 57% – zum Islam bekennt, die Religion aber kaum in Erscheinung tritt. Man sieht fast keine Kopftücher, wenige Moscheen und man ist vollkommen unbelästigt vom Ruf des Muezzins. Etwa 30% sind Christen. Die Religionsausübung war in Zeiten der Volksrepublik untersagt. Die Muselmanen in Albanien bekennen sich wiederum nur zu 70% zur Sunna. Der Bektaschi-Orden hat in Albanien eAnhänger und es gibt noch Klöster. Das Weltzentrum der Bektaschi ist in Tirana. Kurzum eine echte spirituell-religiöse Strömung und kein religiöser Faschismus, wie er sich in Deutschland inzwischen zu Hause fühlt.

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